GardePro E6- und E8-Serie: Ein ausführlicher Test der WLAN-Wildkamera
Dieser Beitrag enthält eine ausführliche Videorezension des YouTube-Erstellers. @WILDKAMERAD. Für Nutzer, die eine objektive und detaillierte Testbericht zur WLAN-Wildkamera, Dieser Leitfaden erläutert die Hardware, die Einstellungen und die Leistung der GardePro-Modelle E6 und E8 im praktischen Einsatz, um Anfängern und erfahrenen Anwendern zu helfen, die deutlichen Unterschiede zwischen diesen Geräten zu verstehen.

Die GardePro-Produktpalette im Überblick: E6 vs. E8
GardePro bietet mehrere Modelle an, die äußerlich ähnlich aussehen, sich aber in der Praxis deutlich unterscheiden. Die Hauptunterschiede liegen in der Sichtfeld (FOV), das Sensormanagement und die Stromversorgung. Um die Verwirrung zu beseitigen, folgt hier eine Aufschlüsselung der vier im Test besprochenen Modelle:
| Kameramodell | Erkennung & Sichtfeld | Stromquelle & Lagerung |
| GardePro E6 | 120° Erfassungswinkel/110° Aufnahmewinkel | 8 AA-Batterien/Herausnehmbare SD-Karte |
| GardePro E6 Max | 120° Erfassungswinkel/110° Aufnahmewinkel | Wiederaufladbarer Akku/Eingebauter Speicher |
| GardePro E8 | 120° Erfassungswinkel/70° Aufnahmewinkel | 8 AA-Batterien/Herausnehmbare SD-Karte |
| GardePro E8 Max | 120° Erfassungswinkel/70° Aufnahmewinkel | Wiederaufladbarer Akku/Eingebauter Speicher |
Die Bezeichnung „Max“ bedeutet lediglich, dass die Kamera über einen internen Speicher und einen austauschbaren Akku verfügt, wodurch herkömmliche SD-Karten und AA-Batterien überflüssig werden.

Hardware- und Designmerkmale
Die physische Konstruktion dieser GardePro-Kameras beinhaltet mehrere praktische Designentscheidungen, die die Einsatzfähigkeit im Feld verbessern sollen.
- Antenne: An der Oberseite befindet sich eine verstärkte Antenne, um eine stabile lokale WLAN-Verbindung zwischen der Kamera und der zugehörigen mobilen App herzustellen.
- Unsichtbare Nachtsicht: Die Kamera nutzt 36 Infrarot-LEDs, die mit einer Wellenlänge von 940 nm arbeiten. Dadurch wird eine Beleuchtung erzeugt, die sowohl für Wildtiere als auch für Menschen völlig unsichtbar ist.
- Frontsensoren: Auf der Vorderseite befindet sich ein Lichtsensor, der steuert, wann der IR-Filter für den Nachtmodus eingefahren wird, sowie eine kleine Kontrollleuchte für den Kamerastatus.
- Montageverriegelung: Statt zweier kleiner, fummeliger Clips verwendet GardePro einen einzigen, großen und robusten Verriegelungsmechanismus. Dieser schwenkt beim Öffnen der an einem Baum befestigten Kamera vollständig zur Seite und erleichtert so die Handhabung erheblich.
- Mikrofon: Das Mikrofon an der Unterseite des Gehäuses ist außergewöhnlich empfindlich. Der Tester merkte an, dass es eine der besten Audioqualitäten bietet, die er je bei einer Wildkamera erlebt hat.
- Stromanschluss: Die Kamera verfügt über einen externen 12V-Stromanschluss für Benutzer, die ein externes Netzteil verwenden möchten.

Sensortechnologie: Voraktivierte Zonen
Der bedeutendste Unterschied zwischen der E6 und der E8 liegt in der Handhabung der Bewegungserkennung und der Aufnahmewinkel.
Der E6 nutzt einen einzelnen zentralen Sensor, der einen weiten Bereich von 120° abdeckt, und das Objektiv zeichnet ein sehr weites Sichtfeld von 110° auf.
Die E8 hingegen nutzt ein Drei-Sensor-System, das durch drei separate Öffnungen im Gehäuse blickt. Der gesamte Erfassungsbereich beträgt 120°, das Objektiv erfasst jedoch nur ein engeres Sichtfeld von 70° (was im Wesentlichen einem Zoom entspricht). Die 120°-Erfassung ist in drei Zonen unterteilt: eine linke Zone mit 30°, eine mittlere Zone mit 60° und eine rechte Zone mit 30°.
Die linken und rechten 30°-Zonen dienen als „voraktivierte Zonen“. Sobald ein Tier diese äußeren Zonen betritt, aktiviert sich die Kamera und bereitet die Aufnahme vor. Die eigentliche Aufnahme startet jedoch erst, wenn das Tier die zentrale 60°-Zone erreicht. GardePro bewirbt dies als „ultraschnelle Erkennungsgeschwindigkeit“. Tatsächlich handelt es sich um ein intelligentes Voraktivierungssystem. Die tatsächliche Auslösegeschwindigkeit ist dadurch nicht höher; vielmehr wird die Kamera vorgewarnt, sodass sich das Tier zum Zeitpunkt des Aufnahmestarts perfekt im Bildmittelpunkt befindet.
Speicher- und Batteriemanagement
Bei den Standardmodellen E6 und E8 müssen die Benutzer ihre eigene Stromversorgung und Speicherung bereitstellen.
- Batterien: Die Kamera benötigt acht AA-Batterien. Standard-Alkaline-Batterien funktionieren zwar, der Tester empfiehlt jedoch dringend die Verwendung von Energizer-Lithiumbatterien für eine maximale Batterielebensdauer. Wiederaufladbare AA-Batterien können zwar verwendet werden, bieten aber eine kürzere Laufzeit als Lithiumbatterien.
- SD-Karten: Die Kamera akzeptiert SD-Karten in voller Größe bis zu 512 GB. Der Tester empfiehlt die Verwendung einer standardmäßigen 32-GB-SD-Karte der Klasse 10, die sehr zuverlässig ist und für den normalen Gebrauch mehr als ausreichend Speicherplatz bietet.
- Datenübertragung: Nutzer können die SD-Karte entfernen oder den integrierten USB-Anschluss verwenden. Obwohl ein älterer USB-Anschluss genutzt wird, bleiben die Übertragungsgeschwindigkeiten dank des hochkomprimierten Dateisystems von GardePro relativ hoch. Mac-Nutzer sollten beachten, dass es aufgrund dieses speziellen Komprimierungsformats gelegentlich zu Wiedergabeproblemen kommen kann.

Menünavigation und optimale Einstellungen
Das interne 2,4-Zoll-Farbdisplay zeigt alle notwendigen Informationen an, darunter Akkustand, Uhrzeit, Datum, Temperatur und SD-Kartenstatus. Das Menü ist übersichtlich in einer einzigen Spalte angeordnet.
Der Rezensent empfiehlt für eine optimale Leistung folgende Einstellungen:
- Videoauflösung: 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde (fps). 30 fps ermöglichen eine flüssige Wiedergabe, selbst wenn Sie das Videomaterial später verlangsamen möchten.
- Videolänge: Die Aufnahmedauer lässt sich für Tag und Nacht zwischen 3 Sekunden und 5 Minuten einstellen. Längere Nachtaufnahmen entladen den Akku jedoch aufgrund der Infrarot-LEDs schnell. Hinweis: In der Kamerasoftware befindet sich ein kleiner Tippfehler: Dort wird „ss“ angezeigt, obwohl es Sekunden bedeuten sollte, und „mm“ wird für Minuten angezeigt.
- Schnelle Aktivierung: Wenn Sie Ihre Einstellungen abgeschlossen und das Gehäuse geschlossen haben, schaltet sich die Kamera nach 5 Minuten automatisch scharf. Alternativ können Sie die physische „Start“-Taste im Inneren der Kamera drücken, um sie sofort zu scharfschalten. Hierfür ist lediglich ein 30-Sekunden-Countdown erforderlich.

Ergebnisse des Feldtests: Weitwinkel vs. Zoom
Der Testbericht schließt mit einem direkten Vergleich von Feldaufnahmen der E6 und E8, um den Unterschied in der Fokussierung zu verdeutlichen.
Beim Verfolgen eines Hundes, der aus 10 Metern Entfernung direkt vor der Kamera läuft, ist der visuelle Unterschied deutlich sichtbar. Die E6 erfasst ein weites, beeindruckendes Bild des umliegenden Waldes. Die E8 hingegen fungiert als Zoomobjektiv und holt das Motiv viel näher heran.
Interessanterweise wirkt sich dieser „Zoom“-Effekt auch auf den Ton aus. Beim Abhören der Tonspuren fällt auf, dass der Ton der E8 deutlich lauter ist als der der E6, da die Kamera mechanisch auf einen engeren, näheren Bildausschnitt fokussiert. Nachtaufnahmen der E8 zeigen eine klare Ausleuchtung des Hintergrunds, wobei Objekte in unmittelbarer Nähe der Linse im Vergleich zu etwas weiter entfernten Objekten etwas unschärfer erscheinen können.