So fügen Sie Ihrer Wildkamera einen externen IR-Strahler hinzu
Eine der häufigsten Frustrationen für Wildkamera-Nutzer ist das Überprüfen der SD-Karte, nur um festzustellen, dass die Bilder nachts körnig, dunkel oder unscharf sind. Während Tagesaufnahmen in der Regel scharf sind, liegt die Herausforderung bei Nachtaufnahmen.
Das Verständnis der Funktionsweise von Infrarottechnologie (IR) ist der Schlüssel zur Lösung dieses Problems. Ob Sie nun den Unterschied zwischen „Schwachem Leuchten“ und „Kein Leuchten“ nicht kennen oder die Blitzreichweite Ihrer Kamera erhöhen möchten – dieser Leitfaden behandelt die Grundlagen zur Verbesserung Ihrer Leistung. Wildkamera Nachtsichtgerät.
Was ist Infrarot bei Wildkameras?
IR steht für Infrarot. Es handelt sich um eine Art elektromagnetischer Strahlung mit Wellenlängen, die länger als die des sichtbaren Lichts sind. Während das menschliche Auge Infrarotlicht nicht wahrnehmen kann, ist der Sensor Ihrer Wildkamera dazu in der Lage.
Bei Einbruch der Dunkelheit schaltet die Kamera in den Nachtmodus. Dabei wird der IR-Sperrfilter (der tagsüber Farbbilder erzeugt) eingefahren und die IR-LED-Anordnung aktiviert. Diese durchleuchtet den Bereich mit Infrarotlicht, sodass der Sensor ein Schwarzweißbild aufnehmen kann.
Hinweis: Sollten Sie Suchanfragen mit Begriffen wie „IRAM“ gesehen haben, handelt es sich dabei häufig um einen Tippfehler des Benutzers für „IR Cam“ oder es bezieht sich auf bestimmte IR-Zielhilfemodi, die bei älteren Geräten zu finden sind.
Schwaches Leuchten (850 nm) vs. Kein Leuchten (940 nm): Was ist besser?
Infrarotlicht ist nicht gleich Infrarotlicht. Bei der Auswahl einer Kamera oder eines externen Strahlers werden Sie auf zwei Hauptspezifikationen stoßen: 850 nm und 940 nm. Die Wahl der richtigen Lösung hängt von Ihrem konkreten Ziel ab.
1. Niedrige Leuchtkraft (850 nm)
- Die Technologie: Diese LEDs emittieren Licht mit einer Wellenlänge von 850 Nanometern.
- Sichtweite: Der Strahl ist unsichtbar, aber die LEDs an der Kamera selbst senden ein schwaches Licht aus. rotes Leuchten wenn aktiviert.
- Leistung: Licht mit einer Wellenlänge von 850 nm legt etwa 30 % mehr Strecke zurück als Licht mit einer Wellenlänge von 940 nm. Es erzeugt hellere, schärfere Bilder mit weniger Bildrauschen.
- Ideal für: Wildtierbeobachtung, bei der maximale Reichweite und Klarheit erforderlich sind und die Tiere nicht leicht zu erschrecken sind.
2. Kein Leuchten (940 nm)
- Die Technologie: Diese LEDs emittieren Licht mit einer Wellenlänge von 940 Nanometern.
- Sichtweite: Für das menschliche Auge und die meisten Wildtiere völlig unsichtbar. Die Kamera bleibt auch nach der Auslösung dunkel.
- Leistung: Der Nachteil liegt in der Reichweite. Licht mit einer Wellenlänge von 940 nm hat eine geringere Reichweite, was im Vergleich zu 850 nm zu weicheren oder etwas dunkleren Bildern führt.
- Ideal für: Sicherheitsanwendungen (Erfassen von Eindringlingen) oder Überwachung empfindlicher Wildtiere (wie ausgewachsene Hirsche oder Kojoten), die durch ein rotes Leuchten alarmiert werden könnten.
Mehr lesen: Blitzarten für Wildkameras erklärt: Schwaches Licht vs. Kein Licht vs. Weißer Blitz
Warum Ihre Nachtfotos dunkel sind
Selbst mit einer guten Kamera können die Fotos pechschwarz sein. Bevor Sie Zubehör anbringen, überprüfen Sie diese drei häufigen Ursachen:
- Batteriespannungsabfall: Das ist die Hauptursache. Wenn Alkalibatterien sich entladen (oder abkühlen), sinkt ihre Spannung. Die Kamera bleibt zwar möglicherweise eingeschaltet, hat aber nicht mehr genügend Strom, um den Infrarotblitz vollständig zum Leuchten zu bringen. Solarpanel oder Lithiumbatterien gewährleisten eine konstante Spannung.
- Verschlusszeit vs. Licht: Um Bewegungen bei Nacht einzufrieren, verwenden Kameras kurze Verschlusszeiten. Kurze Verschlusszeiten lassen jedoch weniger Licht durch. Reicht der Infrarotblitz nicht aus, um dies auszugleichen, bleibt das Bild dunkel.
- Mangel an reflektierendem Hintergrund: Infrarotlicht benötigt eine Oberfläche, von der es reflektiert werden kann. Richtet man die Kamera auf ein offenes Feld ohne Bäume oder Sträucher im Hintergrund, verflüchtigt sich das Licht im Nichts und erzeugt ein schwarzes Bild.
So fügen Sie Ihrer Wildkamera einen externen IR-Strahler hinzu
Wenn Ihre eingebauten LEDs einfach nicht leistungsstark genug sind – oder wenn Sie ein riesiges Feld beleuchten möchten – können Sie eine externe IR-Strahler Ein Infrarotverstärker (auch IR-Verstärker genannt) ist die Lösung. Hier erfahren Sie, wie Sie ihn richtig installieren.
Schritt 1: Die Wellenlänge anpassen
Stellen Sie sicher, dass Ihre externe Beleuchtung zu Ihrer Kamera passt. Wenn Ihre Wildkamera 850 nm (Low Glow) verwendet, kaufen Sie eine 850-nm-Beleuchtungseinheit. dürfen Mischt man die Spektren, so ist der Kamerasensor in der Regel für ein bestimmtes Spektrum optimiert, so erzielt man die besten Ergebnisse, wenn man sie aufeinander abstimmt.
Schritt 2: Eine Stromquelle sicherstellen
Externe Infrarotleuchten benötigen viel Strom. Verwenden Sie keine AA-Batterien. Für eine zuverlässige Leistung schließen Sie den Strahler an ein externes 12-V-Batteriefach oder eine andere Stromversorgung an. Solar-Powerbank.
Schritt 3: Strategische Montage (Die "Steilwinkel"-Regel)
Befestigen Sie die Lampe nicht direkt neben dem Kameraobjektiv. Dies kann bei Nahaufnahmen zu Überbelichtung führen.
- Montiere es hoch: Platzieren Sie den Illuminator 2-3 Fuß entfernt. über Ihrer Kamera.
- Neigen Sie es nach unten: Richten Sie den Lichtstrahl so aus, dass er etwa 6–9 Meter vor der Kamera auf den Boden trifft. Dadurch entsteht ein „Stadionbeleuchtungseffekt“, der Schatten reduziert und eine Überbelichtung des Vordergrunds verhindert.
Schritt 4: Synchronisieren des Lichts
Die meisten externen Infrarotstrahler funktionieren mit einer einfachen Fotozelle (Lichtsensor). Sie schalten sich bei Einbruch der Dunkelheit automatisch ein und bleiben die ganze Nacht an. Beachten Sie, dass dies einen erheblichen Stromverbrauch verursacht, weshalb eine Solaranlage dringend empfohlen wird.
Abschluss
Nachtsicht muss kein Ratespiel sein. Wenn Sie den Unterschied zwischen schwachem und gar keinem Leuchten verstehen und sicherstellen, dass Ihre Kamera ausreichend mit Strom versorgt wird, können Sie die Bildqualität deutlich verbessern. Für alle, die extreme Reichweiten benötigen, ist ein externer Infrarotstrahler eine bahnbrechende Ergänzung Ihrer Ausrüstung.